Das kleine Bogen ABC
Bogenschützen Fricktal

Das kleine Bogensport ABC

A
Ankerpunkt Die Position der Abschusshand im Gesicht des Bogenschützen bei vollem Auszug. Er sollte immer an der gleichen Stelle liegen. Die Bogensehne berührt Nase und Kinn, die Hand ist unmittelbar unter dem Kinn. Dadurch ist der Abstand von Auge und Pfeil immer gleich.
Auszugslänge Auszugslänge ist die in Inch / Zoll angegebene Distanz, über die der Schütze den Bogen spannt um zu seinem Ankerpunkt zu gelangen. Gemessen wird dabei von der Vorderkante des Bogens. Hiernach richtet sich die nötige Pfeillänge. Ebenso sollte der Bogen zur Auszugslänge des Schützen passen.
B
Barebow Siehe Blankbogen.
Blankbogen Der Blankbogen oder auch Barebow genannt wird ohne Zieleinrichtungen und ohne Stabilisatoren geschossen. Ein Blankbogen muss blank sein, mit Ausnahme der Pfeilauflage, Button und Nockpunkt. Auch sind Zusatzgewicht erlaubt, sofern sie direkt am Mittelstück angebracht werden. Als Blankbogen werden ein- oder mehrteilige Recurvebögen verwendet.
Bogenfenster Ausgeschnittener Teil im Mittelteil des Bogens oberhalb des Griffes. Durch das Bogenfenster hat man den Blick frei zum Visier des Bogens und der Pfeil muss das Bogenmittelteil nicht so stark umfliegen.
Bogenhand Hand, in der der Bogen gehalten wird. Beim Rechtshänder ist dies die linke, beim Linkshänder die rechte Hand.
F
Flu-Flu Ein Flu-Flu-Pfeil bezeichnet einen Pfeil für einen Bogen, der speziell für kurze Distanzen gestaltet ist. Damit eignet er sich besonders bei Schüssen auf fliegende Ziele. Ein Flu-Flu-Pfeil wird so gestaltet, dass er einen relativ hohen Luftwiderstand besitzt und daher im Flug schneller als andere Pfeile abgebremst wird. Dies wird durch eine spezielle Befiederung erreicht. Mögliche Techniken sind hierbei eine spiralförmige Wicklung der Feder um den Schaft, die Nutzung besonders großer oder buschiger Federn oder die Verwendung von besonders vielen Federn. Quelle: Wikipedia.
G
Geräuschdämpfer An der Bogensehne können Geräuschdämpfer (auch als Silencer oder Sehnendämpfer bekannt) aus weichem Material (Fell, Wollfäden, Kunstfasern, Gummifäden) angebracht werden. Mit diesen Geräuschdämpfer wird die Eigenschwingung beim Schuss abgedämpft und so Vibrationen und Schussgeräusch reduziert. Geräuschdämpfer werden vor allem bei der Jagd verwendet.
K
Köcher Eine Behälter bzw. Tragevorrichtung zum Aufbewahren der Pfeile. Es gibt Rückenköcher, Hüftköcher bzw. Seitenköcher oder direkt am Bogen montierte Köcher.
Konterstabilisator Siehe Stabilisator
M
Monostabilisator Siehe Stabilisator
N
Nockpunkt Markierung auf der Sehne, die anzeigt, wo der Pfeil aufgesetzt werden muss. Der Nockpunkt wird meist mit Metallklammern oder durch eine Wicklung fixiert. Der Nockpunkt muss immer an derselben Stelle an der Sehne angebracht.
S
Sehnendämpfer Siehe Geräuschdämpfer
Shelf Die untere Kante des Bogenfensters wird als Shelf bezeichnet. Diese waagrechte Kante wird bei traditionellen Schützen auch als Pfeilauflage verwendet. Ein aufgeklebtes Stück Leder sorgt dafür, dass der Pfeil nicht vom Shelf rutscht. Meistens aber wird eine zusätzliche Pfeilablage oberhalb des Shelfs angebracht.
Silencer Siehe Geräuschdämpfer
Spinne V-förmiges Formteil (auch als V-Bar bekannt), das vorne am Bogen angeschraubt wird. Die Spinne dient zur Aufnahme von Monostabilisator und den Konterstabilisatoren.
Stabilisator Auf einer Stange angebrachte Gewichte, die an das Mittelteil des Bogens montiert werden, um den Bogen beim Zielen ruhiger zu halten und ihn beim Ablass so lange zu stabilisieren, bis der Pfeil den Bogen verlassen hat. Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen Mono- und Konterstabilisatoren. Ein Monostabilisator wird an der Front des Bogens befestigt und ragt nach vorne in Schussrichtung. Konterstabilisatoren dienen zur horizontalen Stabilisierung und werden über eine V-Bar seitlich schräg nach hinten angebracht.
V
V-Bar Siehe Spinne
W
Wurfarme Oberer und unterer Teil des Bogens, in dem die Energie gespeichert wird und der sich beim Auszug biegt. Bei den modernen Recurve-Bögen lassen sich die Wurfarme vom Mittelteil trennen. Ein solcher Take-Down-Recurve besteht aus drei Teilen, dem Mittelstück, ein oberer Wurfarm und ein unterer Wurfarm. Die Wurfarme kann man wechseln wenn sie defekt sind oder gegen Wurfarme mit einem anderen Zuggewicht austauschen.